Haus schätzen lassen: So können Sie Ihr Haus bewerten lassen!

Antonella Caruso
Antonella Caruso

Aktualisiert: 27.05.2021

Wie viel ist mein Haus wert?“ Das ist vermutlich die wichtigste Frage, die sich Eigentümer stellen, wenn sie ihr Objekt verkaufen möchten. Grundlage für einen angemessenen Angebots- bzw. Verkaufspreis ist eine professionelle Immobilienbewertung. Dabei sind für die Hausbewertung wichtige Merkmale und Aspekte zu berücksichtigen. Lesen Sie hier, was Sie wissen müssen, um Ihr Haus schätzen lassen zu können.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze:

  • Für die Hausbewertung sind verschiedene Faktoren wie Lage, Grundfläche, Baujahr, Ausstattung, Erhaltungszustand und Energieeffizienz ausschlaggebend.
  • Ihre Immobilie können Sie von einem Immobilienmakler, Gutachter oder online schätzen lassen.
  • Einen realistischen Marktwert erhalten Sie von einem regionalen Immobilienmakler, der ein Kurzgutachten über Ihre Immobilie erstellt.
  • Immobilienbewertungen werden kostenfrei oder mit gegen Gebühr erstellt – Informieren Sie sich vorab!

Wie kann ich mein Haus bei Seiberth Immobilien schätzen lassen?

In nur 3 Schritten können Sie bei Seiberth Immobilien Ihre Immobilie bewerten lassen.

Schritt 1: Über unser Kontaktformular können Sie Angaben zu Ihrer Immobilie machen.

Schritt 2: Wir werten Ihre Angaben aus und melden uns bei Ihnen für einen Vor-Ort-Termin, um Ihre Immobilie persönlich begutachten zu können.

Schritt 3: Sie erhalten von uns ein Immobilienkurzgutachten, nachdem unser Makler sich vor Ort ein Bild Ihrer Immobilie machen konnte. Dabei werden Lage, Zustand und Ausstattung unter die Lupe genommen. Anhand der Bewertung durch Seiberth Immobilien erhalten Sie unsere Empfehlung für einen Verkaufspreis – kostenlos & unverbindlich.

Die Immobilienbewertung durch Seiberth Immobilien ist für Sie kostenfrei und kann jederzeit angefragt werden. Anhand individueller Objektkriterien berechnen wir schnell und zuverlässig den Wert Ihres Objektes.

Hausbewertung – wann sinnvoll?

Eine professionelle Hausbewertung ist nicht nur für Eigentümer sinnvoll, die ihr verkaufen möchten. Wer sein Anwesen vererben oder an Angehörige übertragen möchte, sollte seine Immobilie schätzen lassen.

Bei einer Erbschaft ist der Hauswert ausschlaggebend für die Höhe der Erbschaftssteuer, denn ein hoher Hauswert bedeutet zugleich auch eine hohe Erbschaftssteuer. Bei gerichtlichen Auseinandersetzungen und Zwangsversteigerungen benötigen Sie eine Bewertung durch einen zertifizierten Gutachter. Eine Hausbewertung wird auch für Immobilienbelastungen wie z.B. ein Darlehen benötigt.

Haus schätzen lassen durch Seiberth Immobilien – welche Vorteile?

Im Gegensatz zu Online-Bewertungen können wir als fachkundige und professionelle Immobilienmakler eine exakte Bewertung durchführen, wenn Sie Ihr Objekt veräußern möchten.

 Wir bieten Ihnen eine kurzfristig arrangierte Vor-Ort-Begehung an, um alle wichtigen Aspekte aufnehmen zu können, die in ein Kurzgutachten einfließen müssen. Anschließend berechnen wir kostenfrei & unverbindlich ein präzises Ergebnis und erstellen eine Immobilienbewertung für Sie. Anhand dieser können Sie einen geeigneten Verkaufspreis festlegen.

Was kostet eine Immobilienbewertung?

Der Umfang eines Expertengutachtens ist ausschlaggebenden für die Höhe der Kosten. Ein Vollgutachten, das auch vor Gericht Bestand hat, kostet etwa 1000 bis 2500 Euro. Reicht für Ihre Zwecke ein kleineres Gutachten aus, so kann bereits ab 100 Euro ein professionell erstelltes Kurzgutachten erstellt werden.

Warum gibt es Preisunterschiede bei der Hausbewertung?

Es gibt mehrere Arten eines Immobiliengutachtens, so variieren je nach Art die Kosten für eine Hausbewertung. Online-Immobilienwertrechner ermitteln meist kostenlos den Wert einer Immobilie. Allerdings handelt es sich dabei nur um eine ungefähre Größe, die vom tatsächlichen und präzisen ermittelten Verkehrswert deutlich abweichen kann.

Umfangreiche Computerprogramme und Datenbanken sind die Grundlage für die Ermittlung eines Hauswertes mittels Online-Immobilienwertrechner. Die Schätzung erfolgt in der Regel ohne zusätzliche Kosten, da während der Ermittlung das Ergebnis nur auf Vollständigkeit der Angaben überprüft wird. Professionelle Sachverständige benötigen im Gegensatz dazu ausreichend Zeit für ein Immobiliengutachten. Je nach Immobilienart besteht ein umfassendes Vollgutachten aus 30 bis 40 Seiten.

Kostenlose Bewertung durch Seiberth Immobilien

Als Eigentümer ist die Bewertung durch Seiberth Immobilien für Sie kostenfrei. Mit unserem Rundum-Sorglos-Paket erhalten Sie einen Maklerservice, der folgende Punkte beinhaltet:

  • Vor-Ort-Termin mit unseren professionellen Maklern
  • Fachkundiges Kurzgutachten
  • Beratung durch unseren Immobilienmakler vor Ort

Warum auf einen regionalen Immobilienmakler setzen?

Ein regionaler Immobilienmakler hat einen eindeutigen Vorteil: Er kennt den Immobilienmarkt in seinem Gebiet und wird die lokalen Besonderheiten für die Wertbestimmung berücksichtigen. Regionale Immobilienmakler wissen um die Marktlage in Ihrer Region sowie alle charakteristischen Merkmale, die für Ihre Region ausschlaggebend sind.

Gut zu wissen: Wie bewerten Online-Immobilienportale?

Viele Online-Immobilienportale bieten eine schnelle und kostenfreie Wertermittlung an. Das Ergebnis dieser Ermittlung kann allerdings nur eine grobe und ungefähre Schätzung sein, denn Online-Bewertungen können die feinen, sichtbaren Unterschiede der tatsächlichen Immobiliensituation nicht beurteilen. Bei der Begutachtung vor Ort werden solche Merkmale besonders beachtet. 

Ein zertifizierter Sachverständiger erstellt ein Vollgutachten mit detaillierten und ausführlichen Informationen. Kurzgutachten sind weniger umfangreich und enthalten einen akkurat ermittelten Hauswert. In der Regel reicht ein solches Kurzgutachten in vielen Situationen aus.

Was muss beim Schätzen eines Hauses beachtet werden?

Für eine Wertermittlung ist eine neutrale Bewertung entscheidend. Unabhängig davon, ob Sie Ihr Haus von einem Immobilienmakler oder einem Sachverständigen schätzen lassen oder selbst einen Verkaufspreis ansetzen, gilt folgendes Prinzip: Für einen realistischen Hauswert sollte man bei der Ermittlung stets neutral beurteilen.

In der Praxis tendieren Eigentümer dazu, zu hohe Preiserwartungen zu haben und setzen einen überteuerten Verkaufspreis an. Dies schreckt Kaufinteressenten ab. Auch nachträgliche Preisanpassungen haben negative Auswirkungen auf den Verkaufserfolg. Ein fachkundiger Immobilienmakler berät Sie, um einen realistischen und zugleich erfolgsversprechenden Immobilienwert zu erhalten.

Welche Faktoren beeinflussen den Verkaufspreis?

Ein Zusammenspiel verschiedener Einflussfaktoren und Merkmale sind für die Wertermittlung Ihrer Immobilie entscheidend. Folgende Aspekte spielen eine Rolle, um Ihr Haus schätzen lassen zu können:

Die Lage

Die Infrastruktur der Region und des direkten Wohnumfelds beeinflussen den Wert Ihres Objektes. Sind Schulen, Kindergärten, Ärzte, Einkaufsmöglichkeiten, usw. in der näheren Umgebung vorhanden?

Wohnfläche und Schnitt

Wie groß ist die Wohnfläche, wie die Gesamtfläche? Ist die Immobilie günstig geschnitten? Kleinere und unförmig geschnittene Grundstücke wirken sich eher negativ auf den Verkaufspreis aus. Für den Verkaufspreis sind der Schnitt und die Wohnfläche ebenso wie Dachschrägen oder die Raumaufteilung wichtige Aspekte.

Ausstattung und Zustand

Je besser der Zustand und hochwertiger die Ausstattung, desto höher ist der Wert der Immobilie. Wie ist der Erhaltungsgrad der Immobilie? Welche wertsteigernde Ausstattung ist vorhanden? Garten, Qualität der Baumaterialien, Einbauküche, usw.? 

Bausubstanz

Nach welchen Energiestandards kann das Gebäude beurteilt werden? Ist die Immobilie regelmäßig modernisiert oder saniert worden? Sind Mängel wie z.B. schlechte Dämmung oder Schimmelbildung vorhanden? Gibt es Instandhaltungsrückstand? Der Zustand der Bausubstanz beeinflusst maßgeblich den Wert Ihres Gebäudes.

Art des Gebäudes – Nutzungsmöglichkeiten

Art und Nutzung bestimmen den Marktwert. Einfamilienhäuser und Doppelhaushälften sowie gewerbliche Gebäude werden unterschiedlich beurteilt.

Einträge im Grundbuch bzw. rechtliche Aspekte

Rechtliche Aspekte wirken sich auf die Nutzungsqualität des Objektes aus. Im Grundbuchauszug finden Sie Informationen, über Altlasten und Beschränkungen, die für die Hausbewertung entscheidend sind. Wurde z.B. ein Wegerecht eingeräumt oder ein Erbbaurecht dokumentiert, so wirkt sich das wertmindernd aus.

Erschließungsgrad

Ist das Haus oder Gebäude erschlossen? Wie ist z.B. der Anschluss an das öffentliche Straßennetz?

Wie wird der Wert meines Hauses geschätzt?

Um Ihr Gebäude schätzen zu lassen, empfehlen wir Ihnen einen erfahrenen Gutachter oder Immobilienmakler, welche die Marktverhältnisse bestens kennen. Online-Gutachten sind zwar eine kostenlose Alternative, ersetzen jedoch kein Kurzgutachten mit vorheriger Vor-Ort-Begehung oder ausführliches Verkehrsgutachten.

Fachkundige Experten setzen für die Berechnung des Hauswertes auf drei verschiedene Verfahren:

Was ist das Vergleichswertverfahren?

Alle in einer bestimmten Gegend verkauften Häuser mit ähnlichen, charakteristischen Merkmalen werden für die Wertermittlung miteinander verglichen. Aus den in Datenbanken gespeicherten Verkaufserlösen innerhalb einer Zeitspanne von ca. zwei Jahren, wird der Wert der Immobilie abgeleitet. Dieses häufig verwendete Verfahren bringt durch die umfangreichen digitalen Aufzeichnungen aller Hausverkäufe in Deutschland sehr gute Ergebnisse hervor.

Was ist das Sachwertverfahren?

Das Sachwertverfahren wird für denkmalgeschützte Immobilie herangezogen. Grundstück und darauf befindliche Immobilie werden getrennt voneinander beurteilt. Um den Hauswert schätzen zu lassen, benötigt der Immobilienmakler die Entstehungs- bzw. Wiederherstellungskosten und die Zeit der Restnutzungsdauer, die sich an der bisherigen Abnutzung der Immobilie orientiert.

Was ist das Ertragswertverfahren?

Es kommt bei der Bewertung von vermieteten Objekten, gewerblich genutzten Immobilien und bei Mischnutzungen beider Bereiche zum Einsatz. Die Ermittlung des Verkehrswertes orientiert sich am Ertrag aus Miet- oder Geschäftseinnahmen. Der Verkehrswert bezeichnet den Marktwert, den das Objekt bei einem Verkauf am Immobilienmarkt erzielen würde.

Je nach Objektart wird ein Berechnungsverfahren oder die Kombination aus allen 3 Verfahren eingesetzt.

Lesen Sie detaillierte Informationen zu den verschiedenen Berechnungsverfahren hier in unserem separaten Ratgeber Hauswert ermitteln.

Wer schätzt den Wert eines Hauses?

Bevor Sie Ihr Haus schätzen lassen, sollten Sie sich fragen, wofür das Gutachten benötigt wird. Ist Ihre Immobilie Gegenstand einer Gerichtsverhandlung, benötigen Sie zwingend einen zertifizierten Immobiliengutachter, der ein offiziell anerkanntes Wertgutachten anfertigt, welches auch vor Gericht Bestand hat.

Ein erfahrener und ortskundiger Immobilienmakler kann eine fachkundige Bewertung als Vorbereitung für einen anstehenden Verkauf durchführen. Auch Architekten und Bauingenieure erstellen auf Anfrage solche Bewertungen. 

Welche Unterlagen benötige ich?

Folgende Dokumente benötigen Sie, um Ihr Haus schätzen lassen zu können:

DokumentBezugsquelle
GrundbuchauszugGrundbuchamt
Flurkarte und LageplanKatasteramt
GrundrissGemeinde/ Stadt
Baupläne Gemeinde/ Stadt
WohnflächenberechnungGutachter/ Architekt
Energieausweis Architekt/ Energieberater
Zusammenstellung aller bisherigen Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen. Eigene Dokumente

Wie bewertet die Bank eine Immobilie?

Kreditinstitute können eine Immobilie für die Finanzierung ebenfalls schätzen. Hierfür wird ein Beleihungswert ermittelt, bei dem es sich um einen zukünftig erzielbaren Kaufpreis handelt.

Gut zu wissen: Was ist der Beleihungswert?

Bei der Vergabe einer Hausfinanzierung können Kreditinstitute nicht ausschließen, ob der Kredit vollständig getilgt wird. Um sich abzusichern, baut die Bank eine Art Sicherheitsstufe ein.

Kommt es zu Zahlungsschwierigkeiten oder Zwangsversteigerung, kann der Kreditgeber die Immobilie selbst veräußern und somit seinen Ausfall wieder ausgleichen.
Das Kreditinstitut zieht in der Regel einen Sicherheitsabschlag zwischen 10 und 20 Prozent vom Immobilienwert ab. 

Zwei Aspekte sind hierfür ausschlaggebend: Zum einen unterliegen die Verkaufspreise auf dem Immobilienmarkt ständigen Schwankungen und zum anderen laufen Finanzierungen über eine lange Zeitspanne, die sich im Voraus nur schwer abschätzen lässt.

Wie ermittelt das Finanzamt den Verkehrswert?

Die anfallenden Steuern im Falle einer Erbschaft oder Schenkung werden durch das Finanzamt anhand von Daten der Gutachterausschüsse kalkuliert. Diese Daten basieren zwar auf Verkehrswerte, allerdings werden individuelle Merkmale und Besonderheiten der Immobilie nicht durch das Finanzamt berücksichtig.

Liegt dem Finanzamt der aktuelle Marktwert nicht vor, wird zur Berechnung der Steuern ein Immobilienwert angenommen. Ist dieser Schätzwert zu hoch angesetzt, kann das folglich eine höhere Steuerlast bedeuten. Durch ein Gutachten kann ein Erbe den Wert seiner Immobilie nachweisen, allerdings muss er die Kosten für das Gutachten selbst tragen.

Bildquelle: @ stock.adope – Dariusz Jarzabek